Ich gebe zu: das Buch habe ich nicht gelesen und den Film habe ich gefühlt mit 8 Jahren geschaut. Was auch ewig her ist. Und doch... wenn ich mich so umschaue, denke ich manchmal an Szenen daraus...
Die grauen Männer haben mich unbehaglich fühlen lassen. Und tun es heute auch. Ich habe auch den Eindruck es werden immer mehr. Immer mehr graue Männer (und auch Frauen), die sich von unserer Lebenszeit nähren.
Im Film waren die Menschen in Gemeinschaft, lachend, Freude teilend, bestimmt auch singend, Zeit im Überfluss habend bevor sie die Möglichkeit bekamen, die Zeit zu verkaufen.
Und wie waren sie ab dem Zeitpunkt? Gehetzt, freudlos, separat. Und keine Zeit mehr... Niemand lacht.
Mein Gehirn verknüpft mit "kein lachen" natürlich Timm Thaler. Der Junge, der sein Lachen verkaufte...
Hm... schon wieder etwas verkauft...
Timm hat sein Lachen irgendwann zurückerobert. Weil er es einfach gemacht hat.
Bei Momo habe ich da keine Erinnerung mehr daran. Nur, dass zumindest ihre Lieblingsmenschen wieder aus diesem Handel heraus kamen. (Glaube ich zumindest, vielleicht auch aus meinem optimistischen Ansatz mit dem Motto "Am Ende ist alles gut".)
Schreib mir gerne, wenn du genau weisst, wie das bei Momo war.
Ist doch nur eine Geschichte
Ja, es ist eine Geschichte. Doch sie besteht aus Worten. Und Worte formen. Die jeweilige Realität. Denn die eine Realität gibt es ja nicht. Das selbe Ereignis ist unterschiedliche Realität.
Was also würde passieren, wenn wir uns nicht sorgen müssten, wie wir aus dem Handel herauskommen, sondern einfach wieder so leben, wie es uns gut geht? Zusammenkommen mit Menschen, mit denen wir Freude haben und wo wir alle gestärkt sind. Lachen. Zeit haben. Uns auf unserer Prioritäten- und Freundesliste nach oben zu schieben. Uns so zu lieben und zu behandeln wie wir andere lieben und behandeln. Das ist nicht selbstsüchtig. Das ist sich selbst in Kraft und Stärke bringen. Sich immer wieder aufladen.
Von da kann ich dann auch meinem Umfeld ein guter Beitrag sein.
Und auch die Kraft und Macht der Worte nutzen.
Wie wäre es "nur" zu streichen?
Lass uns mal diese Woche das Wort "nur" aus unserem Wortschatz streichen. Denn die meiste Verwendung von "nur" ist etwas herunterspielen, nicht wertschätzen. Und das meist über uns selbst. Indem wir unsere Wahrnehmung darauf lenken, fällt uns auf, wie oft wir das benutzen. Und nehmt euer Umfeld mit ins Boot. Bittet sie darum, euch hinzuweisen, wenn ihr "nur" benutzt.
Ich bin gespannt, wie oft ich mich ertappe beim Gebrauch.
3 Wochen bis zu einem spannenden Wochenende für mich
Das erste Wochenende im September ist vollgepackt mit tollen Erlebnissen. Freitags "YinYoga und Stimme" bei dem ich so nach und nach Eingebungen bekomme. Samstags singen die Kinder vom Vorchor des Kinder- und Jugendchor Freisen, den ich leite, bei "Sing City" mit. 14-14:30 Uhr an der Alten Stadtmauer. Das Programm steht mit abwechslungsreichen Liedern, die uns allen viel Spaß machen. Das ist übrigens auch mein Geburtstag, da singen mir die Kids natürlich auch ein Ständchen. Habe ich ja in der Hand :-D... Und Sonntags gibt es wieder "Gemeinsam Singen für Frauen". Vielleicht mag ich auch noch kurzfristig Karaoke davor ansetzen (dann auch in der Schule). Das entscheide ich bis nächsten Sonntag.
Termine auf einen Blick:
Donnerstags 18 Uhr "gemeinsam Singen" Haupersweiler
Freitag, 4.9.26 von 17-19 Uhr YinYoga und Stimme, Tara Yoga in der Fun-Music-School St. Wendel
Samstag, 5.9.26 voraussichtlich 13:30-14 Uhr Vorchor vom Kinder- und Jugendchor Freisen bei Sing City St. Wendel
Sonntag, 6.9.26 und 4.10.26 ab 18 Uhr "gemeinsam Singen für Frauen" Fun-Music-School St. Wendel
Erhebende Woche
Von Herzen, Sabine