Gefühlt brauche ich heute Erholung von der Woche. Wie schön, dass ich heute auch keine Termine habe. Erledigungen ohne Zeitpunkt, ahhhh, aufwachen und denken können: heute ist die Zeit egal. Mein ganzes System entspannt damit.
Dann nehme ich mir ein wenig Zeit um mich zu erinnern. Was habe ich die Woche gemacht? Wer war ich? Hätte ich mehr meine Königin sein können?
Die Königin ist als Archetyp gemeint. Wir haben alle Archetypen in uns, die einen mehr, die anderen weniger, manche anerzogen. Die Königin haben wir alle. Der wünschende, führende Anteil, der das Beste für "die Bewohner des Königreiches" im Sinn hat. Wenn es dem Königreich gut geht, geht es auch der Königin gut. Sie verkörpert die feminine Kraft, die auch Männer haben. Sie tut das, was es von ihr braucht, dass es so gemacht wird, wie sie es wünscht. Und ja, nenne diese Kraft, wie du willst. Und feminine Kraft meint: sei dir im klaren, was du willst und du tust nicht alles, du BIST.
Es hat einige Meditationen gebraucht, bis ich gespürt habe, was das bedeutet. Und den Unterschied erfahren habe. Denn wünschen und sein erzieht man uns ab und bringt uns bei zu tun, ohne bewusst zu erkennen, was das bewirkt.
Zu sehen, wie man durch dieses Tun Systemen Energie zur Verfügung stellt, die man doch nicht unterstützen will, ist nicht schön. Doch nur dann hat man die Möglichkeit, bewusst zu wählen: nicht mit meiner Energie!!!
Und wo ist meine eigene Energie überall hingeflossen... Da habe ich mich kurz geschämt. Nur kurz, weil ich es vorher nicht wusste und sofort nach dem Erkennen meine Energie rausgezogen habe und keine mehr zur Verfügung gestellt habe. Und manchmal musste ich wieder nachjustieren.
Die Königin ist in dir
Ihr Reich ist dein Leben. Und wie scheuen wir uns unser Leben zu regieren... Wenn wir es nicht tun, übernimmt das jemand anderer. Und dann? Genau. Stellt man das eigene Leben jemand anderem zur Verfügung. Das Gute hier ist, dass es keinen Krieg bedarf, um wieder das eigene Leben zu übernehmen. Du kannst dir das Reich auch vorstellen wie einen Garten oder eine Wohnung.
Es gibt Schnittmengen.
Zum Beispiel Familie. Jeder hat zwar ein Reich, Leben, Garten, Zimmer/Wohnung, dass selbst gestaltet werden kann und sollte. Vielleicht sollte man immer wieder schauen, wer versucht, mehr einzunehmen, als er braucht. Und ob wir das bei der Wohnung zulassen. Ja, ich höre deine Einwände, die du aus deinem Leben kennst.
Lass mich das Bild der Wohnung noch klarer zeichnen. Da bist du in einem Raum und die anderen schieben die Wände immer mehr auf dich zu. Immer mehr, bis du dich nicht mehr bewegen kannst, du regelrecht zerquetscht wirst. Bewusste Wahl mit klarer Intension, aus der Königin heraus, öffnet die Türen, lässt dir selbst Raum, dass auch du dich noch entfalten kannst. Nicht nur die anderen...
Ich will keinen vor den Kopf stoßen
Klar zu sein ist nicht gleich Kampf. Manchmal reicht schon, (die Königin) zu sein und die, die fröhlich dein Reich/Leben einnehmen, verändern ihre Taten.
Und klarstellen, auch korrigieren, braucht es, mehr denn je.
Kurze Anekdote dazu: gestern habe ich wieder einen Auftritt von Schülern in Trier unterstützt. Nicht meine Schüler. Habe sie bei der Probe gesehen, manche schon bei anderen Konzerten. Da gibt es eine junge Frau, die sich selbst gar nicht führen kann, keine Grenzen kennt. Zuhören in der Gruppe hat sie Probleme, denn sie fragt genau das besprochene wieder und braucht eine persönliche Erklärung.
Gestern also klären wir grade in der Gruppe die Mikrofonübergabe und das der Mikrofonständer von der Ersten aus dem Weg gestellt wird, als diese Eine die Moderatorin fragt, was mit dem Mikrofonständer ist.
Meine Königin hat direkt interveniert und sie gefragt, warum sie das die Moderatorin fragt, anstatt jemanden, der dafür auch zuständig ist? Und hat es ihr wieder erklärt.(ja, ich habe mich staunend beobachtet.) Meine Königin hat erkannt, was es in dem Moment gebraucht hat. Klare Grenzen und Führung. In der Probe hat die Königin mich dabei beobachtet, wie sie mich ablenkt...
Wir sind alle geborene Leader
"Ich bin keine Führungsperson." Ist eine Lüge. Wir sind geboren unser eigenes Leben zu führen. Das bedeutet nicht, dass wir andere führen müssen. Und es bedeutet etwas anderes als die meisten in Führungspositionen tun.
Was passiert denn, wenn du dein angeborenes Selbst-Führen annimmst?
Teile gerne deine Gedanken
Von Herzen, Sabine
Termine:
Donnerstags 18 Uhr "gemeinsam Singen" Haupersweiler
Sonntag, 6.9.26, 4.10.26 und 1.11.26 ab 18 Uhr "gemeinsam Singen für Frauen" Fun-Music-School St. Wendel
Freitag (!! nicht Samstag, das ist der Feiertag), 2.10.26 ab 19:30 "Bühne Frei" der Frauenbeauftragten des Kreises, Bliestalhalle Oberthal